Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf und am Herd am häufigsten aufkommen – von der Bauform über das Material bis zur Zubereitung. Filtern Sie nach Themenbereich.
Das entscheiden Topf und Anspruch an die Konsistenz, nicht der Preis. In unserer Bewertung liegt der OXO Good Grips Kartoffelstampfer vorn – ein Bügelstampfer aus Edelstahl mit weichem, rutschfestem Griff, der in den ausgewerteten Rezensionen durchgehend als stabil beschrieben wird. Wer beschichtete Töpfe benutzt, greift stattdessen zu einem Kopf aus Nylon oder Kunststoff – die Materialfrage klärt der Ratgeber zu Material und Pflege. Das ganze Feld steht im Vergleich.
Die Längenangaben im Vergleichsfeld reichen von 27 bis 34 cm, bei einem Modell ohne nachvollziehbare Herstellerangabe laut Rezensionen rund 26 cm. Rund 30 cm sind ein brauchbarer Anhaltspunkt: Die Hand bleibt über dem Topfrand und damit außerhalb des heißen Dampfs. Fällt der Stiel kurz aus, wird das in den Rezensionen benannt – etwa beim Winzbacher. Ein langer Stiel braucht dafür mehr Platz in der Schublade; für wenig Packmaß lassen sich zwei Modelle im Feld zusammenklappen. Ausführlich steht das unter Griff und Kraftaufwand.
Kraftfrei arbeitet kein Modell, aber der Griff macht einen deutlichen Unterschied. Deshalb ist die Griffergonomie eines unserer vier Bewertungskriterien; die Teilnote steht auf jeder Produktseite und der ganze Zusammenhang im Ratgeber Griff und Kraftaufwand. Am besten schneiden Modelle mit dickem, weichem Griff ab, etwa die beiden OXO-Stampfer – bei beiden federt der Griff den Druck laut Hersteller ab. Eine Kartoffelpresse ist kein Ausweg: Beim Pressen größerer Mengen berichtet eine Rezension zum Sopito von merklich mehr Kraft und Zeit als bei kleinen Portionen. Was sonst noch entlastet, steht im Ratgeber Griff und Kraftaufwand.
Uns ist keine veröffentlichte Untersuchung der Stiftung Warentest zu Kartoffelstampfern bekannt. Diese Site prüft selbst ebenfalls keine Geräte. Sie wertet Herstellerangaben, Produktmaße und Kundenrezensionen auf Amazon.de aus und nennt bei jeder Aussage, worauf sie beruht. Wie die Bewertung im Einzelnen zustande kommt, steht im Vergleich unter „Unsere Bewertungsmethodik“.
Die Presse liefert das feinere Ergebnis. Sie drückt die gekochte Kartoffel durch eine Lochplatte, Klumpen bleiben dabei kaum zurück. Der Stampfer ist schneller einsatzbereit, einfacher zu reinigen und im Vergleichsfeld günstiger. Gegen die Presse sprechen der Aufwand beim Zerlegen und Reinigen sowie zwei Rezensionen zum Westmark-Modell, in denen nach wenigen Anwendungen Schweiß- und Lötstellen brachen. Für den Alltag genügt in der Regel ein gewöhnlicher Stampfer; welche Bauform am besten passt, steht im Bauformen-Ratgeber.
Als eigenes Gerät praktisch nicht – was unter dem Begriff angeboten wird, sind meist Handrührgeräte oder Pürierstäbe. Für Kartoffeln sind sie die schlechtere Wahl: Die schnelle Rotation zerschlägt die Stärkezellen, das Püree wird zäh und kleistrig. Handarbeit ist hier kein Rückschritt, sondern die Methode, die zum Lebensmittel passt. Welche Alternativen sonst noch taugen, steht im Bauformen-Ratgeber.
Vier Punkte genügen meistens: mehligkochende Kartoffeln verwenden, sie gleich groß schneiden, nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen und noch heiß stampfen. Abgekühlte Kartoffeln lassen sich schlechter zerdrücken, Reste bleiben als Klumpen stehen. Milch und Butter kommen warm dazu. Ein feines Lochblech oder eine Presse zerteilt zuverlässiger als ein Bügelstampfer. Schritt für Schritt steht das im Ratgeber Kartoffelpüree ohne Klumpen.
Weil zu viel Stärke frei wird. Sie tritt aus, wenn die Kartoffel zu lange oder zu schnell bearbeitet wird – am ehesten mit Handrührgerät oder Pürierstab. Auch zu langes Kochen und festkochende Sorten begünstigen den Effekt. Wenige, ruhige Züge mit dem Stampfer und ein Wechsel zu mehligkochenden Sorten lösen das Problem in der Regel; die Ursachen im Einzelnen stehen im Püree-Ratgeber.
Mehligkochende Sorten, etwa Adretta, Augusta oder Bintje. Sie zerfallen beim Kochen, nehmen Milch und Butter gut auf und lassen sich mit wenigen Zügen zerdrücken. Vorwiegend festkochende Sorten funktionieren noch, festkochende Salatkartoffeln nicht: Sie bleiben stückig, und wer mit Kraft nachhilft, drückt Stärke heraus – das Ergebnis wird klebrig. Welche Sorten sich eignen, steht im Püree-Ratgeber.
Für unbeschichtete Töpfe Edelstahl 18/10 – rostfreier Stahl mit 18 % Chrom und 10 % Nickel, formstabil und meist spülmaschinengeeignet. Für beschichtete Töpfe Nylon oder hitzebeständiger Kunststoff; laut einer Rezension bleibt das Ergebnis dort etwas gröber als mit einem Metallkopf. Holzgriffe liegen angenehm in der Hand, vertragen aber meist keine Spülmaschine. Was gegen Rost und Verbiegen hilft, steht im Materialratgeber; im Feld betrifft das den Westmark mit Holzgriff.
Jedes Modell mit Kopf aus Nylon oder Kunststoff. Blanker Edelstahl kann die Antihaftbeschichtung zerkratzen, und ein zerkratzter Topf kostet mehr als der Unterschied im Ergebnis. Im Vergleich stellen Sie die Topf-Eignung auf „Alle Töpfe“; am besten bewertet ist dort der OXO Good Grips mit Nylonkopf. Auch die beiden Pressen sind unkritisch – sie berühren den Topf nicht. Die Materialfrage im Ganzen klärt der Ratgeber zu Material und Pflege.
Die meisten: Bei zehn der vierzehn Modelle im Vergleichsfeld gibt der Hersteller das ausdrücklich an. Ausnahmen sind die drei Modelle mit Holzgriff sowie ein Modell mit Nylonkopf. Der Westmark mit Holzgriff ist laut Hersteller nur für Handwäsche vorgesehen, beim Hofmeister wird Handwäsche empfohlen und der Buchenholzgriff bei Bedarf mit Speiseöl gepflegt, beim Metaltex fehlt eine Angabe dazu – und ebenso beim Joseph Joseph Delta mit seinem Nylonkopf. Ein Blick auf die Herstellerangabe lohnt sich also vor dem ersten Spülgang; zur Pflege im Einzelnen siehe Material und Pflege.
Am einfachsten sofort nach dem Gebrauch unter warmem Wasser abspülen. Angetrocknetes Püree setzt sich in den Öffnungen fest und geht laut einer Rezension auch in der Spülmaschine schlecht wieder heraus. Für hartnäckige Reste hilft eine Spülbürste; einer Presse im Feld liegt eine passende Bürste bei. Achten Sie außerdem auf Fugen zwischen Stempel und Stiel sowie auf gewundene Drahtabschnitte – dort sammeln sich laut Rezensionen Reste, die gründliches Abspülen brauchen. Die Pflegehinweise je Bauteil stehen unter Reinigung und Pflege.
Die Hersteller im Vergleichsfeld nennen Wurzel- und Knollengemüse, Obst, Babynahrung und Marmelade, für eine der Pressen zusätzlich Spätzle und Spaghetti-Eis. Für Babybrei ist der Stampfer damit ausdrücklich vorgesehen – ein Kopf aus Nylon oder Kunststoff ist dafür die naheliegende Wahl, weil er auch in beschichtete Töpfchen darf. In der Küche eignet sich der Stampfer für alles Weiche und Gekochte: Avocado für Guacamole, gekochte Bohnen, Kürbis oder Äpfel für Kompott. Für rohes, hartes Gemüse ist er nicht gedacht. Welche Bauform zu welchem Lebensmittel passt und wo die Grenzen liegen, steht ausführlich unter Verwendung über Kartoffeln hinaus.